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Zwischen zwei Welten stehen –
ein Weg zurück zum wahren Selbst

Zensteine, die ins Wanken geraten als Symbol für eine verlorene Mitte

Worum es in diesem Artikel geht

Viele Menschen kennen das Gefühl, zwischen zwei Welten zu stehen – zwischen Alltag und innerem Erleben, zwischen Rollen und dem eigenen wahren Selbst.

Dieser Artikel beleuchtet, wie dieses „Dazwischen“ entsteht, warum es besonders Hochsensitive und Hellfühlige betrifft, und wie das bewusste Erinnern an das eigene Selbst zum Weg zurück zur inneren Wahrheit werden kann.

Lesezeit ca. 10 Minuten

Wir haben vergessen

Wir haben vergessen.
Wir haben vergessen, wie wir uns selbst regulieren.
Wir haben vergessen, wer wir waren.
Wir haben vergessen, wie wir Ruhe in unser Wesen einatmen
Vergessen, wie wir den natürlichen energetischen Prozessen Raum geben.

Wir fühlen Schwäche.
Wir sagen Sätze wie:
Ich kann nicht mehr.
Es ist alles zu viel.
Ich habe genug.

Leere.
Hohl.
Ausgelaugt.

Ein Spannungsfeld zwischen Neujustieren und alter Gewohnheit.
Wir sind in Bewegung – ob wir wollen, oder nicht.
Raus aus dem Alten.
Hinein in das Wahre?
Das Echte?
Quo vadis?

Etwas in uns kehrt heim.
Wir erinnern.
Der Körper erinnert.
Die Seele erinnert.
Ruhe in Dein Wesen atmen.
Licht in Deine Zellen senden.
Bewusst sein.

In diesem Artikel geht es um das Erinnern. Das Erinnern an Dich selbst, Dein wahres Selbst. Wer Du bist, wenn Du nicht in all den Masken und Rollen steckst, die der Alltag, Deine Erziehung, Kultur und Prägungen abverlangen.

Wann hast Du Dich eigentlich das letzte Mal an Dich selbst erinnert?

Im Wald? Im Bett? Beim Kartoffeln schälen?

Oder erinnerst Du Dich nicht mehr?

Was hat das „nicht-Erinnern“
mit dem „Dazwischen“ zu tun?

Viele Menschen – zu denen ich mich auch zähle – fühlen sich im Leben oft so, als stünden sie irgendwie dazwischen.

Zwischen den Welten – ein Begriff, der häufig im schamanischen Kontext gebraucht wird. Da ist es hervorragend, wenn man zwischen den Welten reisen kann.

Aber im ganz „normalen“ Alltag? Was heißt das überhaupt: zwischen den Welten?

Für mich bekam der Begriff schon früh Bedeutung. Es ist nicht so, wie „sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen“ – also sich irgendwie überflüssig fühlen.

Es ist so, als stehe man in zwei Realitäten gleichzeitig. Fragt sich nur, welche nun die „richtige“ Realität ist und mit welchem Fuß man wohl am besten voran geht.

Als Kind mit feinstofflicher Wahrnehmung in einem Elternhaus, in dem das nicht nachvollzogen werden konnte, stellten sich oft Fragen wie: Bin ich falsch, weil ich Dinge sehe, die andere nicht sehen? Weil ich fühle, was ich fühle, auch wenn andere das nicht verstehen?

Was ist eigentlich wirklich wahr?

Nachdem ich – wie das vermutlich viele Hellfühlige seit ihrer Kindheit kennen – die eigenen Wahrnehmungen als falsch bewertet hatte, habe ich verdrängt, was wahr war. Ich habe einen wichtigen Teil meiner Selbst verleugnet. Über viele Jahre.

Dennoch hat mich das Leben immer irgendwie „dazwischen“ bleiben lassen. Es gibt immer Polaritäten – ob in der Schule oder im Berufsleben, in Beziehungen oder Gesundheitsthemen. Selbst mit dem Wegschieben und Verdrängen der feinstofflichen Wahrnehmungen, der Hellsinne und Gaben des Himmels ist das ja nicht einfach alles weg. Es ist nur im Verborgenen und wirkt von dort aus.

Resonanzfelder entstehen.

Und wenn die verborgenen Welten des eigenen Selbst sich bemerkbar machen wollen, dann erzeugen sie entsprechende Energien.

Und so steht man dann halt in der Schule immer irgendwie zwischen zwei verschiedenen Gruppen und gehört weder zur einen noch zur anderen. Oder versucht, einen Beruf zu finden, der zu einem passt. Doch so lange Du dabei nicht annähernd Deiner Berufung folgst, weil Du darauf hörst, was andere für das beste halten, wirst Du Dich weiter daneben fühlen.

Vielleicht kennst Du das Gefühl einer Art Entscheidungsdruck, der subtil im Raum steht. Eigentlich weißt Du nicht, wer da welche Entscheidung von Dir will. Du versuchst es der einen Seite recht zu machen und dann der anderen oder beiden gleichzeitig und fragst Dich, wieso es überhaupt diese verschiedenen Seiten gibt. Im Freundeskreis, im Sport, bei der Partnersuche oder bei der Wahl Deines Kleidungsstils oder Deiner Frisur.

Willst Du wirklich das, wofür Du Dich entschieden hast oder hast Du Dich entschieden, weil Du glaubst, dass „die anderen“ das so von Dir wollen?

In der aktuellen Zeitqualität wird das „Zwischen-den-Welten-Dilemma“ für viele Menschen noch schwieriger. Besonders die Hochsensitiven und Hellfühligen spüren das. Die sich rasant verändernden Energien auf der Erde und in unseren persönlichen Energiefeldbereichen erschaffen ein Gefühl von „vorher-nachher“. Von alter Welt und neuer Welt. Auch die astrologische Komponente des Epochenwechsels von Erdepoche in Luftepoche drückt dieses „Dazwischen“ aus.

Und so mancher fühlt sich in der alten Welt nicht mehr zuhause und in der neuen noch nicht angekommen.

„Dazwischen“ fühlst Du Dich,
so lange Du keine klare Entscheidung getroffen hast.

Denn auch wenn Du in der ganz normalen Alltagswelt funktionieren musst, solange Du Dich selbst verleugnest und versteckst, weil Du Dich nicht für Dein wahres Selbst entschieden hast, Dir nicht erlaubst, Du selbst zu sein, Dir den einen großen Schritt in Deine neue Zeit nicht gestattest – so lange wirst Du Dich dazwischen fühlen.

Das klingt doch ganz einfach, oder? Man entscheidet sich für sich selbst und schon ist die Sache erledigt, der Weg völlig klar und kein dazwischen-Gefühl mehr vorhanden…

Tja – theoretisch schon.

Praktisch brauchst Du dazu aber vor allem eines: Du solltest wissen, dass Du Dich auch wirklich für Dich entscheidest. Und nicht wieder für irgendeine Rolle oder Maske oder Konditionierung oder archetypische Figur. Nicht wieder für ein Konzept, eine These oder eine eventuell nur gut verkaufte vermeintliche Wahrheit.

Und wie kannst Du das wissen?

Indem Du Dich erinnerst. Im Erinnern findest Du das Erkennen Deiner inneren Wahrheit, Deines wahren Selbst.

Das ist manchmal nur ein klitzekleiner Moment, in dem Du diesen einen Funken empfängst und weißt. Suche nicht danach. Sonst entsteht eine Erwartung – und die verstellt genau die Erfahrung, die ganz individuell und nicht vorhersagbar ist. Dieses Wissen ist nirgendwo „da draußen“ oder bei anderen. Es ist tief in Dir. 

 

Selbst-Erkenntnis als Bewusstseinsweg

Wie es schon der alte Text am Orakel von Delphi sagte: (Er-)Kenne Dich selbst.

Das Erinnern beginnt nicht mit einer Methode. Es beginnt mit einem Moment des Zulassens.

Du bist nicht nur die Person, die heute funktionieren musste. Die im Büro saß, die Streit hatte, die müde war, die gelächelt hat, obwohl ihr nicht danach war.

Du bist auch die, die im Wald steht und plötzlich wieder weiß. Die beim Kartoffelschälen für einen Moment ganz still wird. Die nachts aufwacht und für einen Atemzug genau spürt, wer sie ist – bevor der Verstand wieder übernimmt.

Beides ist wahr. Beides bist Du.

Das Erinnern ist kein Weg, den Du erst gehen musst, um anzukommen. Es ist der Moment, in dem Du aufhörst, nur die eine Seite für echt zu halten – und beginnst, Dich selbst ganz – als Ganzes – wahrzunehmen.

(Er-)Kennen entsteht genau hier. Nicht als ein Konzept oder aus einem Konzept heraus, sondern als reale Erfahrung.

Sei du selbst!

Hier mal ein paar einfache Sätze, die Du als Affirmationen in Deinen Alltag mitnehmen kannst.

Diese Sätze können Dich beim Erinnern an Deine innere Wahrheit, an Dein wahres Selbst unterstützen. Wähle nur den einen oder höchstens drei davon aus, die Dich intuitiv berühren.

 

  • Ich respektiere, wer ich wahrlich bin
  • Ich nehme mir Zeit und Raum, mein wahres Potenzial zu erkunden und zu entfalten
  • Ich ehre meinen physischen Körper und tue heute Gutes für mein körperliches Wohlbefinden
  • Ich sage mir heute mindestens dreimal nette Dinge zu mir selbst
  • Ich finde heute heraus, was nicht mehr in mein Leben passt.
  • Ich erinnere mich
  • Ich erlaube mir, mein wahres Potenzial zu leben
  • Ich vertraue meinem Bauchgefühl und folge dem Weg des Herzens
  • Ich denke heute anders
  • Heute höre ich auf, darüber nachzudenken, wer ich sein sollte und wertschätze, wer ich bin
  • Ich erfülle mich heute mit Liebe und Mitgefühl
  • Ich bin ganz ich

Zum Schluss eine Frage an Dich:

Wer bist Du, wenn Du aufgehört hast, der- oder diejenige zu sein,
den/die andere in Dir sehen wollen?

Übrigens: In meinem 16-seitigen Booklet
„Dazwischen – Was es heißt, zwischen zwei Welten zu stehen“
geht es um 7 Ebenen des anders Fühlens und des anders Wahrnehmens. Ich begleite Dich mit Impulsen, die helfen, das Dazwischen nicht als Manko zu erleben, sondern als den Ort, von dem aus echte Wahrnehmung möglich wird.

Das Booklet gibt es als Willkommensgeschenk für neue Abonnenten meines Newsletters.

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© Claudia von der Wehd
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Dieser Artikel bietet Impulse zur Selbstreflexion, Achtsamkeit und spirituellen Orientierung. Die in diesem Artikel verwendeten Begriffe aus spirituellen Erfahrungs- und Wahrnehmungsfeldern dienen der Orientierung im subjektiven Erleben und stellen keine Diagnosen dar.
Er ersetzt keine medizinische, psychologische oder therapeutische Beratung.